Der Frühling 1945 zeigt sich im Allgäu von seiner trügerischsten Seite. Während die Natur rund um Obergünzburg, in den Tälern der Günz und an den Hängen in Richtung Kempten zu neuem Leben erwacht, liegt ein bleierner Schatten über der Region. Der Krieg, der jahrelang in fernen Ländern wütete, rückt unaufhaltsam näher.
Schlagwort-Archiv: Ingo Steiner
7. April 1945 – Ferner Kanonendonner und brennende Brücken
6. April 1945 Podcast
6. April 1945 – Die Schlinge zieht sich zu: Schnellgerichte und die allgegenwärtige Angst im Günztal
Einleitung: Die paradoxe Lage des Allgäus im April 1945
In den ersten Apriltagen des Jahres 1945 gleicht das Allgäu einer Insel trügerischen Friedens, während um sie herum die Welt in Trümmer sinkt. Die strategische Lage ist längst aussichtslos: Die 7. US-Armee hat Franken bereits besetzt und stößt unaufhaltsam nach Süden vor, während im Osten die Rote Armee die verbliebenen Verteidigungslinien der Wehrmacht zerreibt. Das Günztal liegt faktisch in einem Kessel, doch noch herrscht hier eine beklemmende Stille – die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm.
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Neu auf dem Blog: Das Kriegstagebuch Frühjahr 1945 – Tag für Tag vor 81 Jahren
Vor genau 81 Jahren erlebte unsere Heimat die dramatischsten Wochen ihrer jüngeren Geschichte. Im April und Mai 1945 rückten die alliierten Truppen unaufhaltsam in Bayern und Schwaben ein und besiegelten das Ende des Zweiten Weltkriegs.
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