3. bis 6. Mai 1945

Der überraschende, heftige Winterschnee der vergangenen Tage beginnt in diesen ersten Maitagen langsam zu tauen. Dadurch verwandelt er die Landstraßen des Günztals in tiefe, nasskalte Schlammpisten. Während die Zivilbevölkerung das trübe, regnerische Frühlingswetter nutzt, um sich an die Präsenz der US-Truppen zu gewöhnen, fallen auf höchster militärischer Ebene die finalen Entscheidungen. Mit der formellen Kapitulation der verbliebenen deutschen Heeresgruppen wird das Kriegsende in Obergünzburg nun auch auf dem Papier endgültig und unwiderruflich besiegelt. Das bange Warten auf eine mögliche Rückkehr der Front hat damit ein Ende gefunden.

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2. Mai 1945

Ein unaufhörlicher, dichter Schneefall legt sich am 2. Mai 1945 wie ein schweres, weißes Leichentuch über das Günztal. Was sich am Vortag als plötzlicher Wintereinbruch angekündigt hatte, wächst sich nun zu einer massiven Wetterfront aus, die das Allgäu in eiskalter Erstarrung gefangen hält. Für die verängstigte Zivilbevölkerung ist das Kriegsende in Obergünzburg bereits zur friedlichen Realität geworden, da sich die amerikanischen Verbände längst weiter in Richtung der rettenden Alpen gewälzt haben. Doch das extreme Maiwetter zwingt die eiserne militärische Maschinerie in der unmittelbaren Nachbarschaft nun endgültig zu einem unfreiwilligen und frostigen Halt.

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1. Mai 1945

Ein überraschend starker Schneefall verwandelt das Allgäu an diesem 1. Mai 1945 in eine eiskalte Winterlandschaft. Die dicken weißen Flocken fallen unaufhörlich auf die Dächer des Günztals. Sie hüllen die Spuren der vergangenen, dramatischen Tage in eine trügerische, friedliche Stille. Für die Zivilbevölkerung ist das Kriegsende in Obergünzburg nun endgültig zur unumstößlichen Realität geworden. Doch die vorrückenden amerikanischen Verbände kämpfen in der unmittelbaren Nachbarschaft einen erbitterten Kampf gegen die extremen Launen der Natur. Das eisige Maiwetter zwingt die eiserne amerikanische Kriegsmaschinerie auf ihrem weiteren Weg in Richtung der Alpen förmlich in die Knie.

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30. April 1945

Nasses Schneetreiben und eisiger Regen verwandeln das Allgäu an diesem 30. April 1945 in eine unbarmherzige Schlammlandschaft. Das trübe, nasskalte Wetter lähmt die Bewegungen auf den Landstraßen rund um das Günztal und lässt die Menschen fröstelnd in ihren Häusern ausharren. Doch trotz der widrigen Witterung überschlagen sich die historischen Ereignisse in Bayern nun vollends. Für die Bewohner unserer Marktgemeinde ist das Kriegsende in Obergünzburg bereits zur unumstößlichen Gewissheit geworden, während tief im Osten an diesem Montag das symbolische Herzstück des nationalsozialistischen Regimes endgültig aufhört zu schlagen.

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28. April 1945

Ein unbarmherziger, sehr stürmischer Aprilwind fegt am 28. April 1945 über das Günztal und rüttelt an den Ziegeldächern. Für die Bürger in unserer Marktgemeinde hat das monatelange Warten auf den Feind ein Ende gefunden, doch während sie erste vorsichtige Blicke auf die fremden Besatzer werfen, tobt der Krieg im Umland weiter. Das Kriegsende in Obergünzburg ist zwar militärisch vollzogen, aber der rasante Vorstoß der US-Armee treibt die Front nun unaufhaltsam in Richtung der nahen Alpen und der Landeshauptstadt München. Das laute Dröhnen der Panzermotoren und die Befreiungsmärsche verlagern sich rasend schnell in den Süden und Osten unserer Allgäuer Heimat.

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27. April 1945

Ein ungewöhnlich warmer und sonniger Frühlingsfreitag bricht am 27. April 1945 über dem Günztal an. Das herrliche Wetter steht im extremen Kontrast zu der dramatischen militärischen Lage, die unsere Heimat an diesem Schicksalstag endgültig einholt. Das tiefe Grollen von schweren Motoren kündigt das unvermeidliche Kriegsende in Obergünzburg unüberhörbar an. Die aufwirbelnden Staubwolken der anrückenden amerikanischen Militärmaschinerie verdunkeln den blauen Himmel und beenden das bange Warten der Zivilbevölkerung.

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26. April 1945

Ein trüber, wolkenverhangener und stürmischer Donnerstag liegt an diesem 26. April 1945 über dem Günztal. Der eiskalte Wind treibt dunkle Wolken vor sich her und verstärkt die beklemmende Atmosphäre, während das Kriegsende in Obergünzburg nun unausweichlich an die Haustüren pocht. Das ferne, aber stetig lauter werdende Grollen der Artillerie kündigt die herannahende amerikanische Übermacht unwiderruflich an. Die letzten Propaganda-Illusionen der NS-Führung zerbrechen an diesem grauen Tag endgültig an der nackten militärischen Realität.

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25. April 1945

Ein trügerischer Frühlingstag, der Fall der Donau und das Kriegsende in Obergünzburg

Ein herrlicher, geradezu idyllischer Frühlingsmittwoch bricht an diesem 25. April 1945 über dem Allgäu an. Die wärmende Sonne und der wolkenlose blaue Himmel über dem Günztal stehen in einem unerträglichen Kontrast zu der todbringenden Realität. Diese spielt sich auf den Landstraßen ab. Während die Natur ringsum zu neuem Leben erwacht, entblößt das klare Wetter die Region schonungslos den Blicken der alliierten Aufklärer und Jagdbomber. Das Kriegsende in Obergünzburg wird an diesem strahlenden Tag unausweichlich zur Gewissheit. Denn die letzte große natürliche Schutzbarriere im Norden fällt endgültig.

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24. April 1945

Ein trügerischer Frühlingstag, der Fall der Donau und der Wahn der Panzersperren

Ein herrlicher, sonniger Frühlingsmittwoch bricht an diesem 25. April 1945 über dem Allgäu an. Zeitzeugen beschreiben das Wetter an diesem Schicksalstag als einen „Frühlingstag, wie man ihn schöner nicht denken konnte“. Doch die wärmende Sonne und der wolkenlose Himmel über dem Günztal sind trügerisch. Der strahlende Sonnentag entblößt die Region schonungslos den Blicken der alliierten Jagdbomber.

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Dum spiro, spero. – Cicero