Ein unaufhörlicher, dichter Schneefall legt sich am 2. Mai 1945 wie ein schweres, weißes Leichentuch über das Günztal. Was sich am Vortag als plötzlicher Wintereinbruch angekündigt hatte, wächst sich nun zu einer massiven Wetterfront aus, die das Allgäu in eiskalter Erstarrung gefangen hält. Für die verängstigte Zivilbevölkerung ist das Kriegsende in Obergünzburg bereits zur friedlichen Realität geworden, da sich die amerikanischen Verbände längst weiter in Richtung der rettenden Alpen gewälzt haben. Doch das extreme Maiwetter zwingt die eiserne militärische Maschinerie in der unmittelbaren Nachbarschaft nun endgültig zu einem unfreiwilligen und frostigen Halt.
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1. Mai 1945
Ein überraschend starker Schneefall verwandelt das Allgäu an diesem 1. Mai 1945 in eine eiskalte Winterlandschaft. Die dicken weißen Flocken fallen unaufhörlich auf die Dächer des Günztals. Sie hüllen die Spuren der vergangenen, dramatischen Tage in eine trügerische, friedliche Stille. Für die Zivilbevölkerung ist das Kriegsende in Obergünzburg nun endgültig zur unumstößlichen Realität geworden. Doch die vorrückenden amerikanischen Verbände kämpfen in der unmittelbaren Nachbarschaft einen erbitterten Kampf gegen die extremen Launen der Natur. Das eisige Maiwetter zwingt die eiserne amerikanische Kriegsmaschinerie auf ihrem weiteren Weg in Richtung der Alpen förmlich in die Knie.
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