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15. April 1945

1. Einleitung: Die bleierne Stille vor dem Sturm

Der 15. April 1945 bricht über dem Allgäu mit einem fahlen Frühlingslicht an, das keine Wärme spendet. Ein eiskalter Wind fegt durch die Gassen von Obergünzburg und kündet vom bevorstehenden Zusammenbruch eines Regimes, das sich in seinen letzten, gewaltvollen Zügen windet. Nach dem zehrenden Dauerregen der vergangenen Tage liegt eine bleierne Schwere über der Landschaft. Während im Norden Bayerns die 7. US-Armee unaufhaltsam in Richtung Donau vorrückt, mischt sich in die Ungewissheit der lokalen Bevölkerung eine dunkle Vorahnung. Es ist die Stille vor einem Sturm, der nicht nur das Ende der Kampfhandlungen, sondern auch die Enthüllung tiefer menschlicher Abgründe bringen wird.

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15. April 1945 – Podcast

Ein fahles Frühlingslicht liegt über Obergünzburg, doch der eiskalte Wind bringt keine Hoffnung. Stattdessen treibt er dunkle Schatten vor sich her. Am heutigen 15. April 1945 wird das nahegelegene KZ-Außenlager Riederloh bei Kaufbeuren in panischer Hast geräumt. Für die ausgemergelten Häftlinge beginnt eine Fahrt ins Ungewisse. Sie wird für viele auf den Todesmärschen enden.

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