Schlagwort-Archiv: Volkssturm

17. April 1945

Trügerischer Sonnenschein, das Feuer von oben und der Wahn der Panzersperren

An diesem Dienstag, dem 17. April 1945, präsentiert sich das Günztal unter einem makellosen Frühlingshimmel. Die Sonne wärmt die Hügel um Obergünzburg. Mancherorts mag die erwachende Natur für einen flüchtigen Moment die Illusion von Frieden vorgaukeln. Doch für die Menschen im Allgäu ist dieser strahlende Sonnenschein ein Fluch. Das klare Wetter macht die Region schutzlos gegen das „Feuer von oben“. Längst bedeutet jedes ferne Motorengeräusch am Horizont nicht mehr nur Fliegeralarm. Stattdessen löst es blanke Panik aus. In dieser Phase der „Stunde Null“ sind alliierte Bomberverbände und unberechenbare Tiefflieger die uneingeschränkten Herrscher des Himmels. Die Bevölkerung weiß, dass die tödliche Gefahr an solchen Tagen besonders nah ist.

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14. April 1945

Das Phantom der Alpenfestung und der unsichtbare Feind

Es ist Samstag, der 14. April 1945. Über Obergünzburg liegt eine bleierne Schwere, während der Dauerregen unaufhörlich auf das Allgäu niedergeht. Der dichte Nebel aus dem Günztal kriecht in die Gassen und hüllt die aufgeweichten Wege in ein fahles Grau. Eine gespenstische Stille herrscht in der Luft – die alliierten Jagdbomber, die sonst Tod und Verderben säen, müssen heute aufgrund der Witterung am Boden bleiben. Hinter den Fenstern verharren die Menschen in beklemmender Ungewissheit, während der Terror des Endkampfes näher rückt. Es ist ein Warten auf den unsichtbaren Feind, der längst nicht mehr nur von außen droht.

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