Ein trüber, wolkenverhangener und stürmischer Donnerstag liegt an diesem 26. April 1945 über dem Günztal. Der eiskalte Wind treibt dunkle Wolken vor sich her und verstärkt die beklemmende Atmosphäre, während das Kriegsende in Obergünzburg nun unausweichlich an die Haustüren pocht. Das ferne, aber stetig lauter werdende Grollen der Artillerie kündigt die herannahende amerikanische Übermacht unwiderruflich an. Die letzten Propaganda-Illusionen der NS-Führung zerbrechen an diesem grauen Tag endgültig an der nackten militärischen Realität.
26. April 1945 weiterlesenSchlagwort-Archiv: Zweiter Weltkrieg
25. April 1945
Ein trügerischer Frühlingstag, der Fall der Donau und das Kriegsende in Obergünzburg
Ein herrlicher, geradezu idyllischer Frühlingsmittwoch bricht an diesem 25. April 1945 über dem Allgäu an. Die wärmende Sonne und der wolkenlose blaue Himmel über dem Günztal stehen in einem unerträglichen Kontrast zu der todbringenden Realität. Diese spielt sich auf den Landstraßen ab. Während die Natur ringsum zu neuem Leben erwacht, entblößt das klare Wetter die Region schonungslos den Blicken der alliierten Aufklärer und Jagdbomber. Das Kriegsende in Obergünzburg wird an diesem strahlenden Tag unausweichlich zur Gewissheit. Denn die letzte große natürliche Schutzbarriere im Norden fällt endgültig.
25. April 1945 weiterlesen24. April 1945
Ein trügerischer Frühlingstag, der Fall der Donau und der Wahn der Panzersperren
Ein herrlicher, sonniger Frühlingsmittwoch bricht an diesem 25. April 1945 über dem Allgäu an. Zeitzeugen beschreiben das Wetter an diesem Schicksalstag als einen „Frühlingstag, wie man ihn schöner nicht denken konnte“. Doch die wärmende Sonne und der wolkenlose Himmel über dem Günztal sind trügerisch. Der strahlende Sonnentag entblößt die Region schonungslos den Blicken der alliierten Jagdbomber.
24. April 1945 weiterlesen23. April 1945
Tödliche Frühlingssonne, der Wahn in Ulm und der Beginn der Todesmärsche
Ein strahlender, klarer Frühlingsmontag bricht am 23. April 1945 über dem Allgäu an. Amerikanische Panzereinheiten, die unaufhaltsam nach Südosten vorstoßen, notieren an diesem Tag fast schon lapidar in ihren Einsatzberichten: „Die Straßen und das Wetter waren beide gut“. Doch was für die anrückenden US-Truppen einen schnellen Vormarsch begünstigt, ist für unsere Region ein fataler Umstand. Das Kriegsende in Obergünzburg und dem gesamten Günztal rückt auf den trockenen, staubigen Landstraßen bei idealem Panzer-Wetter mit rasender Geschwindigkeit näher. Während die Natur zu neuem Leben erwacht, entblößt das strahlende Frühlingswetter die ganze mörderische Fratze der zerfallenden Diktatur.
23. April 1945 weiterlesen22. April 1945
Ein nasskalter Sonntag und der schockierende Fall der Donau-Barriere
Ein ungemütlicher, nasskalter und regnerischer Sonntag liegt an diesem 22. April 1945 über dem Allgäu. Der stetige, kalte Regen verwandelt die unbefestigten Landstraßen des Günztals in tiefe Schlammpisten. Er drückt die ohnehin von lähmender Ungewissheit geprägte Stimmung der Zivilbevölkerung weiter nieder. Während die Menschen in ihren Häusern ausharren und in die graue Nässe blicken, entfaltet sich nördlich von uns eine militärische Dynamik. Diese besiegelt unser Schicksal endgültig. Das Kriegsende in Obergünzburg wird durch die dramatischen Ereignisse dieses Regentages massiv beschleunigt. Denn die letzte große natürliche Schutzbarriere vor unserer Heimat – die Donau – fällt dem übermächtigen Feind in die Hände.
22. April 1945 weiterlesen21. April 1945
Stürmischer Regen, der Durchbruch der „Teufelskatzen“ und das Kriegsende in Obergünzburg
1. Einleitung: Das Szenario am 21. April 1945
Der 21. April 1945 legte sich wie ein bleierner Schleier über das Günztal. Ein stürmischer Regen peitschte über die Straßen von Obergünzburg und verwandelte die unbefestigten Wege in tiefen Schlamm. Für die Zivilbevölkerung barg dieses Unwetter eine paradoxe Erleichterung: Während der aufgeweichte Boden jede Bewegung erschwerte, bot die dichte, nasse Wolkendecke den einzigen wirksamen Schutz vor den alliierten Tieffliegern. Normalerweise machten diese sonst ungestört Jagd auf alles, was sich auf den Straßen bewegte. In dieser gedrückten Atmosphäre aus Schlamm und Ungewissheit wartete die Region auf das Unausweichliche. Außerdem schien der Regen die letzten Reste der NS-Propaganda von den Wänden zu waschen.
21. April 1945 weiterlesen20. April 1945
19. April 1945
Die Grausamkeit des schönen Wetters
Der April 1945 zeigte sich im Voralpenland von seiner meteorologisch prächtigsten Seite. Doch für die Menschen im Allgäu bedeutete das strahlende Frühlingswetter keine Idylle, sondern akute Lebensgefahr. In den Logbüchern des vorrückenden 772. US-Panzerbataillons findet sich für diesen Tag die fast schon spöttisch wirkende Notiz:
„The weather was good and no enemy were encountered on the march.“
19. April 1945 weiterlesen18. April 1945
Zerrissene Fronten, rasanter Panzer-Vorstoß und der Wahn am Schreibtisch
Der Frühling 1945 zeigte sich im Allgäu von seiner milden Seite. Während die Sonne über Obergünzburg stand und das Günztal in einem fast surrealen Frieden lag, vollzog sich im Hintergrund der endgültige Zusammenbruch. Das, was einst als organisierte Verteidigung galt, glich an diesem 18. April nur noch einem zusammenbrechenden Kartenhaus. Zwischen der zerberstenden Front im Norden und dem Mythos der „Alpenfestung“, an den in den Berliner Bunkern noch immer geglaubt wurde, geriet das Allgäu in ein tödliches Vakuum. Die administrative Ordnung der Wehrmacht existierte vielerorts nur noch auf dem Papier. Gleichzeitig rollte die Realität des Krieges mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit auf die Region zu.
18. April 1945 weiterlesen17. April 1945
Trügerischer Sonnenschein, das Feuer von oben und der Wahn der Panzersperren
An diesem Dienstag, dem 17. April 1945, präsentiert sich das Günztal unter einem makellosen Frühlingshimmel. Die Sonne wärmt die Hügel um Obergünzburg. Mancherorts mag die erwachende Natur für einen flüchtigen Moment die Illusion von Frieden vorgaukeln. Doch für die Menschen im Allgäu ist dieser strahlende Sonnenschein ein Fluch. Das klare Wetter macht die Region schutzlos gegen das „Feuer von oben“. Längst bedeutet jedes ferne Motorengeräusch am Horizont nicht mehr nur Fliegeralarm. Stattdessen löst es blanke Panik aus. In dieser Phase der „Stunde Null“ sind alliierte Bomberverbände und unberechenbare Tiefflieger die uneingeschränkten Herrscher des Himmels. Die Bevölkerung weiß, dass die tödliche Gefahr an solchen Tagen besonders nah ist.
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